Ein Strommarkt für die Energiewende

Bundeswirtschaftsministerium legt Grünbuch zum Strommarktdesign vor

Die Stromversorgung muss auch bei einem wachsenden Anteil von erneuerbaren Energien zuverlässig und kosteneffizient bleiben. Daraus ergeben sich gleich mehrere Fragen, zum Beispiel: Welche Rolle sollen konventionelle Kraftwerke in Zukunft spielen? Wie kann man die schwankende Produktion aus Wind und Sonne abfedern? Und welche Anreize setzt man, damit Verbraucher genau dann Strom nutzen, wenn er günstig ist? Kurzum: Wie machen wir den Strommarkt fit für die Energiewende? Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat eine Reihe von Maßnahmen und Lösungsansätzen gebündelt – und stellt sie nun im Grünbuch "Ein Strommarkt für die Energiewende" zur Diskussion.

Strommarktdesign – was ist das?

Beim Strommarktdesign geht es darum, wie der Stromgroßhandelsmarkt organisiert und der Kraftwerkspark weiterentwickelt werden muss, um auch in Zukunft eine zuverlässige und kosteneffiziente Stromversorgung zu garantieren. Die Grundsatzfrage lautet: Wie muss ein Strommarkt aussehen, der die Herausforderungen der Energiewende optimal bewältigt?

Warum brauchen wir einen "Strommarkt für die Energiewende"?

Der Wind weht, die Sonne scheint – aber eben nicht immer. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien schwankt die Stromproduktion deshalb heute stärker als früher. Bei Windstille oder bedecktem Himmel müssen konventionelle Kraftwerke einspringen und den Energiebedarf decken. 

Wie geht’s weiter?

Die Veröffentlichung des Grünbuches ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einem langfristig tragfähigen Strommarktdesign – und eröffnet den Dialog mit Verbänden, Bundesländern und Wissenschaft. Bis zum 1. März 2015 können unter der E-Mail-Adresse gruenbuch-strommarkt@bmwi.bund.de Stellungnahmen zum Grünbuch abgegeben werden; Ende Mai 2015 folgt ein Weißbuch, das konkrete Vorschläge bündelt und den Gesetzgebungsprozess vorbereitet. Parallel zu diesem Prozess wird das Bundeswirtschaftsministerium Gespräche mit Nachbarstaaten und der Europäischen Kommission führen.