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von VDKi


Pressemitteilung 04/2026

130 Jahre Verein der Kohlenimporteure VDKi

  • Steinkohle relevanter Baustein der Versorgungssicherheit
  • Stromerzeugung mit Steinkohle günstiger als mit Gas
  • Reservekraftwerke zur Strompreisreduzierung einsetzen

Der Verein der Kohlenimporteure VDKi feiert in diesem Jahr sein 130-jähriges Bestehen. Damit steht der Verein seit 130 Jahren für verlässliche Energieimporte. Dazu kommt: Deutschlands Steinkohlekraftwerke sind noch immer ein relevanter Baustein für Versorgungssicherheit. Deshalb ist es wichtig und entscheidend, die verbleibenden Anlagen technisch zuverlässig und verfügbar zu halten, solange ausreichend gesicherte Ersatzkapazitäten nicht zur Verfügung stehen.

Denn eines steht ohne Zweifel fest: Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten wie dem Iran-Krieg mit der Sperrung der Straße von Hormus oder dem Ukraine-Krieg leisten die Kohlenimporte einen entscheidenden Beitrag, um die Energieversorgung Deutschlands sicher, bezahlbar und resilient zu gestalten. Im Hinblick auf die erheblich gestiegenen Gaspreise: Kohle ist aktuell günstiger als Gas, der Brennstoffkostenvorteil kann enorm sein. Dazu lässt sich Steinkohle international aus vielerlei Regionen beziehen und per Schiff transportieren. Dadurch kann Deutschland Lieferquellen diversifizieren und ist weniger stark als bei Gas von einzelnen Pipeline- oder Lieferregionen abhängig.

Kohlekraftwerke können zudem große Mengen Brennstoff auf Lager halten. Ein Kohlelager am Kraftwerksstandort kann für Wochen oder Monate Versorgungssicherheit schaffen. Moderne Steinkohleblöcke erreichen zudem hohe Wirkungsgrade. Bei einem hohen Strombedarf können sie deshalb wirtschaftlich betrieben werden, insbesondere wenn Gas deutlich teurer ist.

Im Koalitionsvertrag steht: „Ein größeres Energieangebot dient der Stabilisierung und Reduzierung der Stromkosten. Dazu sollten künftig Reservekraftwerke nicht nur zur Vermeidung von Versorgungsengpässen, sondern auch zur Stabilisierung des Strompreises zum Einsatz kommen“. Angesichts der gerade auch im Weltmaßstab sehr hohen Strompreise in Deutschland fragt sich der VDKi, warum die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag ausdrücklich festgehaltene Möglichkeit der Strompreis-Reduzierung durch den Einsatz der Reservekraftwerke, nicht umsetzt (rund 9,3 GW Kraftwerksleistung im Markt sowie zusätzlich etwa 6,7 GW in der Reserve).

Überdies spart der Einsatz der Steinkohle im Kraftwerksbereich Gas. Wären im zurückliegenden Winter und in den letzten Monaten die Steinkohlekraftwerke der Netzreserve im Strommarkt gelaufen, könnten die Speicherfüllstände deutlich höher sein als jetzt. Angesichts der historisch niedrigen Gas-Füllstände droht im nächsten Winter ein Versorgungsengpass.

Und noch etwas: Steinkohlekraftwerke sind in ihrer Klimabilanz den LNG-befeuerten Gaskraftwerken auch ebenbürtig, darauf macht der VDKi mit Verweis auf eine eigene Studie, Publikationen sowie eine Arbeit der Cornell Universität (Robert Howarth) aufmerksam.

Das VDKi-Fazit zum 130jährigen Bestehen: Steinkohle ist ein wichtiger strategischer Baustein der Versorgungssicherheit. Steinkohle ist gerade in dieser höchst unsicheren geopolitischen Weltlage zuverlässig verfügbar und kostengünstiger als Gas. Die Bundesregierung sollte die im Koalitionsvertrag ausdrücklich erwähnte Möglichkeit der Strompreisreduzierung durch die Aktivierung der Reservekraftwerke in die Tat umsetzen.

Berlin, den 17. September 2026

V.i.S.d.P: Verein der Kohlenimporteure e. V., Jürgen Osterhage, Geschäftsführer

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